Forschungsergebnisse, Projekte, Veranstaltungen: Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl an Neuigkeiten aus dem Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität.
  1. Bodenversiegelung- asphaltierte Straße

    Bodenversiegelung in ländlichen Gebieten als Faktor für die Verschlechterung der Wasserqualität unterschätzt
    20.01.2023 · IGB und SGN

    Die Verstädterung geht mit einer erheblichen Versiegelung von Böden einher. Rund 20 Prozent dieser neu versiegelten Flächen liegen dabei nicht in urbanen, sondern in ländlichen Gebieten, wie eine aktuelle Studie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung (SGN) und des Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt. Bei Berechnungen der Nährstoffeinträge in Gewässer werden diese Neuversiegelungen in ländlichen Gebieten bislang nicht berücksichtigt, denn diese basieren häufig auf Landnutzungskarten und betrachten urbane Räume. Dies hat zur Folge, dass die Gesamtbelastung mit Nährstoffen systematisch unterschätzt wird. Unter Versiegelung leidet die Wasserqualität, aber auch die Lebewesen im Wasser sind betroffen: Insbesondere bei wirbellosen Tieren nehmen nicht-einheimische Arten deutlich zu und empfindliche Arten signifikant ab, wie die Studie ergab.

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  2. Drohne fliegt über landwirtschaftlich genutztes Feld

    Studie zur „smarten“ Landwirtschaft: Was die Politik jetzt tun muss, um biologische Vielfalt zu fördern
    17.01.2023 · ZALF

    Nitrat im Trinkwasser, Insektensterben und Verlust der Biodiversität in der Agrarlandschaft: Digitale Technologien wie Drohnen, Sensoren, Agrar-Apps und GPS-gesteuerte Roboter können helfen, dass die Landwirtschaft ökologischer wird, etwa indem der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden verringert wird. Doch damit dies gelingt, braucht es ökologische und soziale Leitlinien, sonst könnte die Digitalisierung bestehende Probleme sogar verschärfen. Das betonen Forschende vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in einer vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) beauftragten Studie, die jetzt in der Reihe der BfN-Schriften sowie in einem Policy Brief veröffentlicht wurde.

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  3. Sojabohnen

    Eine Chance im Klimawandel: Sojaproduktion in Europa künftig ausweiten
    04.01.2023 · ZALF

    Der Klimawandel erfordert ein Umdenken in der Pflanzenproduktion hin zu Sorten und Kulturen, die besser an Hitze und Trockenheit angepasst sind. Die Sojabohne gedeiht nicht nur unter warmen Bedingungen gut, sondern versorgt sich auch selbst mit dem wichtigen Pflanzennährstoff Stickstoff. Eine vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in der Fachzeitschrift „Global Change Biology“ veröffentlichte Studie zeigt, dass sich langfristig immer mehr Ackerflächen in Europa für die Sojaproduktion eignen. Dieser Effekt übersteige dabei die Ertragseinbußen, die durch zunehmende Hitze und Trockenheit vor allem in Südeuropa zu erwarten seien. Damit könne die EU zukünftig auf einen großen Teil der Sojaimporte aus Brasilien und den USA verzichten, so die Autorinnen und Autoren der Studie.

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  4. Logo der Datenbank BadDive

    Datenbank aus Braunschweig ist lebenswichtig für die weltweite Bakterien-Forschung: BacDive zur Global Core Biodata Resource auserkoren
    20.12.2022 · DSMZ

    Die Datenbank BacDive des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH wurde von der weltweit anerkannten Global Biodata Coalition als Global Core Biodata Resource ausgewählt. Damit gehört BacDive zu den global wichtigsten Datenbanken für die Bakterienforschung. Auf Basis eines strengen Auswahlverfahren zeichnete die Global Biodata Coalition erstmalig Datenbanken aus, die als essentiell für die weltweite Forschung in den Gebieten der Lebenswissenschaften und Biomedizin erachtet werden. Mit der größten Datenbank für Enzyme, BRENDA, wird die DSMZ 2023 ihre Digital Diversity-Plattform weiter ausbauen.

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  5. Fehlende Weizenexporte durch Krieg in der Ukraine: Weizenvorräte helfen kurzfristig, langfristig muss die Weizenproduktion weltweit steigen
    09.12.2022 · ZALF

    Durch den Krieg in der Ukraine sind die Weizenexporte weltweit zurückgegangen. Ertragsschwankungen und -ausfälle durch den Klimawandel erschweren zusätzlich die Versorgungslage in einzelnen Weltregionen. Dadurch sind die Preise für Weizen stark angestiegen. In einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift „Global Food Security“ argumentieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass langfristig die Weizenproduktion weltweit ansteigen muss, um die fehlenden Exporte auszugleichen. Alternativ müsse die Fläche, auf der Weizen angebaut wird, vergrößert werden. An der Studie waren neben Forschenden der TU München, des INRAE, der Purdue University und der Universität Wageningen auch das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) beteiligt.

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  6. 10 Must-Dos aus der Biodiversitätsforschung: Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität wendet sich mit konkreten Forderungen an die Politik
    05.12.2022 · Leibniz Biodiversität

    Die Autorinnen und Autoren der 10 Must-Knows aus der Biodiversitätsforschung (2022, 10.5281/zenodo.6257476) haben ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse zu 10 Must-Dos aus der Biodiversitätsforschung (10MustDos) weiterentwickelt. Die 10MustDos entsprechen zehn konkreten und kurzfristig umsetzbaren Handlungsempfehlungen für die Politik. Sie sollen Wegweiser für die 15. Weltnaturkonferenz 2022 in Montréal sein und darüber hinaus in der praktischen Politikgestaltung in Deutschland, Europa und weltweit durch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, die globale Biodiversität zu schützen und das menschengemachte Artensterben zu stoppen. Die vorgeschlagenen Lösungswege eröffnen Handlungsmöglichkeiten, die im Einklang mit den Zielen der UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen stehen und in die bis 2030 von allen Nationalstaaten umzusetzenden 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) einzahlen, um die Biodiversitäts-, Klima- und Gerechtigkeitskrise zu bewältigen.

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  7. Schwarz-weiß gefleckte, liegende Kühe auf einer landwirtschaftlich genutzten Grünfläche

    Praxisnahes Forschungsprojekt zur Wiedervernässung von Mooren: Klimaschutz und Landwirtschaft auf Brandenburgs Moorflächen
    02.12.2022 · ZALF

    Im Projekt „KlimaMoor“ untersucht ein Forschungsteam des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsbetrieben auf 20 Moorflächen in Brandenburg Maßnahmen für den Klimaschutz. Anfang November 2022 wurde vom Bundeskabinett die Nationale Moorschutzstrategie beschlossen. Diese zielt darauf ab, Moore in ihrer Funktion als Wasser- und Kohlenstoffspeicher zu stärken, Treibhausgasemissionen zu senken und die Biodiversität zu erhalten. Hierfür braucht es geeignete, wissensbasierte Strategien. Von den über 200.000 Hektar Moorflächen in Brandenburg werden rund 95 Prozent land- oder forstwirtschaftlich genutzt. Bislang werden die Flächen für diese Nutzung trockengelegt. Da allerdings in Moorlandschaften mit einem sinkenden Grundwasserstand zunehmend CO2 aus dem Boden entweicht, werden durch landwirtschaftliche Nutzung pro Jahr rund 6,2 Millionen Tonnen CO-Äquivalente sowie im Moorboden gebundene Nährstoffe freigesetzt.

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  8. Preisträger Prof. Dr. Jörg Overmann

    Wissenschaftspreis "Forschung in Verantwortung" des Stifterverbands für DSMZ-Direktor und stellvertretenden Sprecher von Leibniz Biodiversität, Prof. Dr. Jörg Overmann
    16.11.2022 · DSMZ und Leibniz-Gemeinschaft

    Der Wissenschaftspreis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft „Forschung in Verantwortung“ geht in diesem Jahr an Jörg Overmann, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Professor an der Technischen Universität Braunschweig sowie stellvertretender Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität (Leibniz Biodiversität). Die Auszeichnung würdigt die Arbeiten des Mikrobiologen zur Biodiversität von Mikroorganismen sowie sein Engagement zum fairen Interessenausgleich bei der wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Nutzung der biologischen Vielfalt weltweit. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre im Rahmen der Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft verliehen, dieses Jahr am 23. November 2022.

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