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Ansteckendes Verhalten: Soziale Konformität bei Tier und Mensch kann nützlich sein, aber auch gefährlich werden
28.09.2023 · IGBVerhaltensforschung bei Tieren ist faszinierend, auch deshalb, weil wir dabei etwas darüber lernen, wie wir Menschen als soziale Wesen miteinander agieren. Verhaltensbiolog*innen am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) beschäftigen sich intensiv mit den Fragen, auf welche Weise Gemeinschaften wie Fischschwärme Entscheidungen treffen und welche Faktoren Individualität beeinflussen. Aktuelle Forschungserkenntnisse zeigen, dass Verhalten „ansteckend“ sein kann, welche Rolle Antizipation bei kollektiven Entscheidungen spielt – und dass auch genetisch identische, unter gleichen Bedingungen aufgezogene Individuen unterschiedliche Charaktermerkmale entwickeln können.

10MustKnows24-Autor*innen trafen sich in Leipzig zum Schreibworkshop
20.09.2023 · Leibniz Biodiversität, FEdA und iDivAm 20. September trafen sich die 10MustKnows24-Autor*innen und Koordinator*innen des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität (Leibniz Biodiversität) und der BMBF-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) in Leipzig zu ihrem zentralen Schreibworkshop.

Bürgertag zu EU-Projekt INCREASE zur Bohnenvielfalt in Gatersleben
21.07.2023 · IPKSeit drei Jahren sind Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa aufgerufen, sich am Citizen-Science-Experiment des EU-Projektes INCREASE zur Bohnenvielfalt zu beteiligen. Das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) lud 100 deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Bürgertag an das Institut ein.

Stellungnahme zur Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 (NBS 2030)
06.07.2023 · Leibniz BiodiversitätDas Leibniz-Forschungsnetzwerk Biodiversität hat sich am offenen Dialog des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Vebraucherschutz (BMUV) zur Nationalen Biodiversitätsstrategie 2030 (NBS 2030) beteiligt. In seiner Stellungnahme begrüßt Leibniz Biodiversität die offene Debatte, gleichzeitig fordert das Forschungsnetzwerk aber eine stärkere strategische Ausrichtung der NBS 2030 und klare Schritte für eine Transformation hin zu einer biodiversitätsfreundlichen und klimaverträglichen Gesellschaft. Die Stellungnahme betont die Notwendigkeit einer Priorisierung der NBS-Ziele und den Abbau umweltschädlicher Subventionen bis 2030, zudem eine ressortübergreifende Herangehensweise und konkretere Maßnahmen zur Erhöhung der Biodiversität in den Bereichen Forst- und Landwirtschaft. Leibniz Biodiversität bietet dem BMUV seine umfangreiche Expertise an, um die Weiterentwicklung der NBS 2030 zielgerichtet voranzubringen.

Zur Regeneration der Oder müssen Salzeinleitungen verringert und der Fluss-Ausbau gestoppt werden
26.06.2023 · IGBDie Fischbestände in der Oder sind infolge der Umweltkatastrophe vom vergangenen Sommer (2022) besonders in der Strommitte um 53 bis 67 Prozent zurückgegangen. Zwar gibt es Anzeichen dafür, dass sich die Fischfauna in den nächsten Jahren erholen könnte, jedoch besteht weiterhin die Gefahr, dass sich die Katastrophe wiederholt. Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat die ersten Zwischenergebnisse des seit Februar 2023 vom BMUV geförderten Sonderuntersuchungsprogramms zur Umweltkatastrophe in der Oder (ODER~SO) ausgewertet. Sie zeichnen ein besorgniserregendes Bild von den Schäden, die das Oder-Ökosystem infolge der Umweltkatastrophe vom Sommer 2022 erlitten hat. Besonders betroffen sind die Fischbestände, die drastisch reduziert wurden. Nach Schätzungen des IGB sind bis zu 1.000 Tonnen Fisch im Fluss verendet. Um zu dokumentieren, wie viele und welche Fische überlebt haben und wie sich die Bestände entwickeln, führt das IGB regelmäßig wissenschaftliche Befischungen durch.

Biologische Vielfalt erfordert flexible Rahmenbedingungen: EU-Forschungsvorhaben Contracts 2.0 veröffentlicht Handbuch für politische Entscheidungsträger
05.06.2023 · ZALFDas Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) veröffentlichte am heutigen 50. Weltumwelttag das Handbuch „Co-Creating Contracts“, das aus einem Horizon-2020-Forschungsvorhaben der Europäischen Union hervorgeht. Die Koordinatorin des Projekts, Prof. Dr. Bettina Matzdorf, betont, dass im Schulterschluss von Wissenschaft und Praxis mehr innovative Ansätze wie beispielsweise kooperative und ergebnisorientierte Agrarumweltmaßnahmen in der Praxis umgesetzt und dafür auch Experimentierräume wie Living Labs genutzt werden sollten. Im Projekt Contracts 2.0 spielten Vorgehensweisen wie Co-Design und Bottom-Up Prinzipien sowie die Einbindung aller betreffenden Stakeholder eine wesentliche Rolle.

Fortscheitender Klimawandel: Wäldern des Mittelmeerraums droht Versteppung
03.05.2023 · LIBGeowissenschaftler*innen des Leibniz-Instituts zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) und der Universität Heidelberghaben natürliche Klima- und Vegetationsschwankungen der vergangenen 500.000 Jahre untersucht, um die Konsequenzen des menschengemachten Klimawandels für mediterrane Ökosysteme vorhersagen zu können. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie sich diese Schwankungen auf die Wälder im Mittelmeerraum ausgewirkt haben. Dazu analysierten die Forschenden fossile Pollen, die in einem Sedimentkern aus Griechenland erhalten geblieben sind. Ihre Untersuchungen deuten darauf hin, dass bei anhaltender Trockenheit – wie sie aktuelle Klimamodellierungen vorhersagen – in der nahen Zukunft mit einer Versteppung der Wälder im Mittelmeerraum zu rechnen ist.

Natur in der Stadt tickt anders: eine Landkarte stadtökologischer Forschung gibt Überblick
03.05.2023 · IGBWie überleben und entwickeln sich Tiere und Pflanzen in der Stadt? Die Stadtökologie ist ein schnell wachsendes Forschungsgebiet. Um Orientierung zum Großstadtdschungel zu bieten, hat ein Team unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Freien Universität Berlin 62 Forschungshypothesen zur Stadtökologie in einer wissenschaftlichen Landkarte verortet. Darunter sind Annahmen wie die vom idealen Stadtbewohner, dem wagemutigen Städter, vom Leben auf Pump oder von der biologischen Monotonie der Städte.