Vielfalt gemeinsam nutzen

Die nachhaltige Nutzung der Biodiversität wird durch Wissenschaft und Forschung ermöglicht. In der Pharmazie sind Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen für die Entwicklung neuer Medikamente unverzichtbar. Vielfalt ist Voraussetzung für die Züchtung widerstandsfähiger Pflanzen und Tiere und damit für die Sicherung der Ernährung. Forschungsergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Biodiversität für Ökosystemdienstleistungen und beleuchten die Wechselwirkungen zwischen Biodiversität und Klimawandel. Dieses Wissen ist wichtig für die Entwicklung wirksamer Anpassungsstrategien. Der Erhalt der biologischen Vielfalt ist nicht nur ein Gewinn für uns, sondern auch für künftige Generationen.

Nahaufnahme einer grünen Alge, bekannt als ‚Seetraube‘ (Caulerpa lentillifera), die in einer Hand über einer Wasseroberfläche gehalten wird. Die Alge besteht aus vielen kleinen, kugeligen Verzweigungen.
Der Ozean beherbergt einen Großteil der weltweiten Biodiversität und bietet wertvolle Ressourcen für die Agrar- und Ernährungssystemtransformation. Leibniz-Institute erforschen unter anderem die nachhaltige Kultivierung und Nutzung von bisher weniger erforschten marinen Bestände in den Tropen wie dem hier dargestellten Meeresgemüse "Seetraube" (Caulerpa lentillifera). | Copyright: Lara Stuthmann, ZMT
Porträtaufnahme von Dr. Cecilia G. Flocco, die lächelnd ein orangefarbenes, verzweigtes Modell eines Myxobakteriums in den Händen hält. Im Hintergrund ist ein Banner des Leibniz-Instituts DSMZ zu sehen.
Dr. Cecilia G. Flocco (Leibniz-Institut DSMZ) mit einem Modell eines Myxobakteriums, das Fruchtkörper ausgebildet hat. Vetreter dieser Bakterien sind dafür bekannt, verschiedene medizinisch nützliche Stoffe zu produzieren. | Copyright: Leibniz Biodiversität & DSMZ, Fotograf: Stefan Zeitz
Luftaufnahme eines schachbrettartigen Versuchsfeldes in Großbeeren. Über 300 verschiedene Gemüsekohl-Parzellen in unterschiedlichen Grün- und Lilatönen sind in einem exakten Raster für Forschungszwecke angepflanzt.
Auf einem Versuchsfeld des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) in Großbeeren wurden über 300 verschiedene Gemüsekohlsorten wie Weiß- und Rotkohl, Wirsing, Kohlrabi und Grünkohl angebaut. Das Institut untersucht damit den Einfluss der pflanzlichen Vielfalt auf gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sowie deren Effekt auf die menschliche Gesundheit. | Copyright: Vanda Púčiková, IGZ
Blick in ein Regal der Bundeszentrale Ex-situ-Genbank am Leibniz-Institut IPK. Zahlreiche Glasbehälter mit verschiedenen Saatgutproben und Getreidekörnern sind systematisch in Metallregalen archiviert
Genbanken sind eine wesentliche Säule für den Erhalt der natürlichen Vielfalt unseres Planeten, für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn und für die nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen. Die Bundeszentrale Ex-situ-Genbank am Leibniz-Institut IPK ist die größte Sammlung genetischer Vielfalt von Kulturpflanzen in der Europäischen Union und eine der bedeutendsten Sammlungen weltweit. | Copyright: Sam Rey, IPK
Draufsicht auf eine Petrischale mit Bakterienkultur (Staphylococcus rostri). Drei weiße Plättchen mit Antibiotika-Wirkstoffen erzeugen klare ‚Hemmhöfe‘, in denen das Bakterienwachstum unterdrückt wurde.
Die Vielfalt der Mikroorganismen wird genutzt, um neue Wirkstoffe wie Antibiotika zu testen. Hier wird anhand der sogenannten Hemmhöfe um die drei kleinen weißen Platten deutlich, dass der aufgetragene Wirkstoff in der Lage ist, das Wachstum von Staphylococcus rostri (DSM 21969) zu unterdrücken. | Copyright: DSMZ